Der Regenbogen

Bei dem Regenbogen handelt es sich um ein atmosphärisches Phänomen welches man wirklich recht häufig beobachten kann, besonders wenn man denn mal weiß, wann sich das Ausschau halten lohnt. Ich denke, dass fast jeder schon einmal einen Regenbogen gesehen hat und diese treten deutlich häufiger auf, als man vielleicht denkt. Nachfolgend wollen wir uns mal genauer damit befassen, wie ein Regenbogen entsteht und welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit ein Regenbogen entstehen kann.

 

 

Entstehung:

Grob gesagt entsteht ein Regenbogen durch die Brechung des Lichts in den Wassertropfen. Dabei wird das Licht an der Innenwand des Tropfens gebrochen und wird dann erneut gebrochen, um den Regentropfen wieder zu verlassen. Aus diesem Grund ist ein Regenbogen nur möglich, wenn bei Regen die Sonne scheint.

Beste Wetterlagen sind jene, bei denen es zu Schauern kommt. Das ist vielen sicher schon bekannt. Zu diesen Wetterlagen gehören zum Beispiel die Situationen hinter einer Kaltfront wo unter Zustrom kühlerer Luft häufiger Schauern anzutreffen sind. Zwischen den Schauern kommt dann häufig schnell wieder die Sonne durch und die Chancen auf einen Regenbogen sind erhöht. Aber auch die sommerlichen Schauer- und Gewitterlagen eignen sich gut für eine mögliche Sichtung. Hinzufügen kann man noch, dass die beste Tageszeit für Regenbogensichtungen der Nachmittag und auch oftmals der Abend ist. Nachmittags und auch abends regnet es in der Regel deutlich häufiger als morgens oder vormittags sodass man in diesem Zeitraum auch tendenziell die meisten Regenbögen beobachten kann. Zudem wird die Sonne dann nicht von den lokalen Regenwolken verdeckt. Wichtig sind auch die Hinweise im folgenden Abschnitt über den Sonnengegenpunkt. Ein Regenbogen ist dabei natürlich nur möglich, wenn bei Regen die Sonne scheint.

 

 

Sonnengegenpunkt:

Der Sonnengegenpunkt ist der Punkt, um den sich der Regenbogen zeigt. Wie der Name schon sagt, liegt dieser am Himmel genau gegenüber der Sonne. Der Regenbogen befindet sich dabei mit einem Radius von 42° um den Sonnengegenpunkt woraus sich ergibt, dass die Sonne von der Höhe her nicht über 42° über dem Horizont sein darf. Das liegt daran, dass der Sonnengegenpunkt bei einer Sonnenhöhe von >42° auch 42° unter dem Horizont liegen würde und der Regenbogen dann nicht mehr über den Horizont reichen würde. Somit ergeben sich die Tageszeiten morgens / vormittags / nachmittags / abends als mögliche Zeiträume, in denen Regenbögen zu beobachten sind – eben in Verbindung mit diesem Sonnengegenpunkt. Wie oben erwähnt gelten nachmittags und abends als die Zeiträume, für die meisten Sichtungen von Regenbögen. Besonders im Winter sind mittags durch die tiefstehende Sonne natürlich auch Sichtungen möglich, weil die Sonnenhöhe eben immer unter den 42° bleibt. Optisch zeigt sich ein Regenbogen in Abhängigkeit zur Sonnenhöhe wie folgt: Je tiefer die Sonne, desto höher der Regenbogen und umgekehrt (-> Sonnengegenpunkt). Auch die Breite des Regenbogens variiert mit der Höhe der Sonne. Kurz vor Sonnenuntergang ist der Regenbogen am breitesten, mit der höher stehenden Sonne dann schmaler.

 

 

Nebenregenbogen:

Wie viele sicher schon einmal beobachtet haben, ist oftmals auch ein weiterer Nebenregenbogen zu sehen. Dieser befindet sich dabei in einem Radius von 51° um den Sonnengegenpunkt und verhält sich ansonsten wie der Hauptregenbogen. Er ist aber lichtschwächer als dieser. Er entsteht wenn das in den Wassertropfen fallende Licht zwei Mal reflektiert wird und dann im 51°-Winkel wieder austritt. Deshalb befindet sich der Nebenregenbogen in 51° um den Sonnengegenpunkt. Wer ein helleres Exemplar sieht und genauer hinguckt wird erkennen, dass die Spektralfarben hier genau umgekehrt angeordnet sind.

 

 

 

Farben beim Regenbogen:

Die Farben des Regenbogens werden durch die Brechung des Sonnenlichts in Wassertropfen erzeugt, weil hier das einfallende weiße Licht in seine verschiedenen Komponenten gebrochen wird. Dabei wird das weiße Licht an der ersten Innenseite des Wassertropfens gebrochen und erzeugt damit den Hauptregenbogen. Der Nebenregenbogen entsteht dann beim zweiten Brechungsvorgang an der zweiten Innenseite des Wassertropfens. Die Farbreihenfolge beim Regenbogen ist von außen nach innen wie folgt: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und abschließend Violett. Die Farben gehen dabei selbstverständlich fließend ineinander über. Manchmal kann man an der Innenseite des Hauptregenbogens weitere „Farbbögen“ sehen die eine bläuliche bis violette Farbe aufweisen. Diese werden als Interferenzbögen bezeichnet.

 

 

Roter Regenbogen:

Bei tiefem Sonnenstand kommt es öfters vor, dass Regenbögen in komplett rötlicher Farbe erscheinen. Dies ist mit dem tiefen Sonnenstand zu erklären, da das Licht dadurch einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen muss. Dabei wird das kurzwellige blaue Licht stärker gestreut als das rote Licht, sodass die rötliche Farbe übrig bleibt und der Regenbogen somit in roter Farbe erscheint. Diese können somit bei Sonnenauf- und Untergang beobachtet werden. Übrigens entsteht auf die gleiche Weise das Morgen- und Abendrot.

 

 

Regenbogen in der Nacht?

Ja dies ist tatsächlich möglich. Ist der Mond hell genug (meistens natürlich um die Vollmondphase herum), kann sich um den Mondgegenpunkt durchaus auch ein Regenbogen zeigen wenn das mit dem lokalen Regen passt. Die Entstehung ist dabei selbstverständlich die gleiche, nur das wir das Wort Sonne durch Mond ersetzen müssen. Diese Regenbögen sind allerdings seltener zu beobachten, schon alleine weil sie meist sehr lichtschwach sind.

 

 

Autor des Artikels:   Frank Rinas

Quelle der Daten sowie weitere Informationen findet ihr hier: Meteoros – Regenbogen

 

 

 

 

 

 

 

error: